Eisen

Der gesamte menschliche Organismus enthält alles in allem zwar nur vier bis fünf Gramm Eisen, doch das Vorhandensein des Spurenelementes Eisen ist von immenser Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen. Etwa 0,5 Milligramm Eisen (lateinisch Ferrum) sollte ein Mensch seinem Körper täglich mit der Nahrung zuführen, damit er gesund bleibt.

Die Aufgaben des Eisens im Körper

Die wichtigste Rolle des Eisens ist die, als einer der Bausteine für das Hämoglobin zu fungieren. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, der für den Sauerstofftransport im Körper zuständig ist. Auch das Muskeleiweiß Myoglobin und noch weitere Enzyme enthalten Eisen. Gespeichert wir dieses Spurenelement vor allen Dingen in der Leber, im Knochenmark und in der Milz.Ein Mangel an Eisen schwächt die Konstitution und führt zu Krankheiten und anderen negativen Begleiterscheinungen. Die Ursachen für einen Eisenmangel sind vielfältig. Neben einer falschen Ernährung kann zum Beispiel das Vorhandensein von Tumoren einen Eisenmangel hervorrufen. Auch heftige Blutungen oder Stoffwechselstörungen kommen als Ursachen in Betracht. Bei Frauen und Mädchen im gebärfähigen Alter kann eine starke Menstruation ebenfalls zu einem Eisenmangel führen. Auch bei einer Schwangerschaft sind Eisenmangelerscheinungen möglich.Jedes einzelne Organ im Körper ist in seiner Funktion auf eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff angewiesen. Da dieser aber nur mit Hilfe des Spurenelementes Eisen gebunden und weitertransportiert werden kann, hat ein Eisenmangel gravierende Auswirkungen auf den menschlichen Organismus.Fehlt der ausreichende Sauerstoff, dann können mitunter ganze Organsysteme innerhalb kürzester Zeit ausfallen.

Die Symptome für Eisenmangel und deren Beseitigung

Die Symptome für einen Eisenmangel sind recht unterschiedlich und reichen von anhaltender Müdigkeit, Leistungsschwäche und einem allgemeinen körperlichen Schwächegefühl bis hin zu aufgerissenen Mundwinkeln, einem Brennen auf der Zunge oder Kopfschmerzen. Auch das Auftreten von kleinen weißen Flecken an den Fingernägeln kann ein Hinweis auf Eisenmangel sein. Wenn solche Symptome auftreten, dann sollten die Ursachen auf jeden Fall im Zuge einer ärztlichen Untersuchung abgeklärt werden, denn möglicherweise ergeben sich Hinweise auf einen Eisenmangel.In früheren Zeiten wurde der Eisenmangel auch Bleichsucht genannt, da die erkrankten Personen ein recht blasses Aussehen haben. Die Bleichsucht wurde oft bei jungen Mädchen diagnostiziert. Man griff dann zu einer sehr unkonventionellen Methode, den Eisenmangel wieder auszugleichen. Ein Apfel wurde mit Eisennägeln gespickt, bis diese oxydierten. Die Nägel wurden entfernt und der bleichsüchtige Teenager musste den Apfel verspeisen. Dank der modernen Pharmaindustrie ist eine solche Kur heute nicht mehr notwendig.Wenn nicht eine ernsthafte Erkrankung hinter der Mangelerscheinung steckt, dann ist er recht schnell und unkompliziert wieder zu beseitigen. Der Arzt wird dem betroffenen Patienten ein Eisenpräparat verschreibe, dass dieser so lange einnehmen muss, bis sich die Eisendepots im Körper wieder aufgefüllt haben. Auch gibt es rein pflanzliche Präparate in den Apotheken zu kaufen, die Eisen enthalten und in der Form von Saft noch dazu recht wohlschmeckend sind. Gerade für Vegetarier bietet sich ein solcher hochkonzentrierter Pflanzensaft an, da sie kein Fleisch zu sich nehmen, das ein wichtiges Element für die Versorgung mit Eisen darstellt. Bei der Einnahme von Eisenpräparaten färbt sich der Stuhl meistens dunkel, was aber eine völlig harmlose Nebenerscheinung ist.

Eisenhaltige Nahrungsmittel

Insgesamt ist eine ausgewogene Ernährung das ausschlaggebende Element für die ausreichende Versorgung des Körpers mit Eisen, wobei natürlich an erster Stelle das Fleisch und hierbei insbesondere Leber und andere Innereien stehen. Doch auch Gemüse enthält Eisen. Hier seien vor allem grüne Gemüsesorten, wie Brokkoli oder Kopfsalat genannt. Nüsse und Hülsenfrüchte enthalten ebenfalls das wichtige Spurenelement Eisen. Rote Früchte und rote Beete kommen ebenso als Eisenlieferanten in Frage.Anzumerken sei hier noch, dass ohne das Vorhandensein von Vitamin C der Körper das ihm angebotene Eisen nicht verarbeiten kann. Es ist also wichtig, auf eine genügende Versorgung mit diesem Vitamin zu achten.Besonders den Vegetariern und Veganern sei nochmals ans Herz gelegt, sich auch in puncto Eisen ganz besonders bewusst zu ernähren, denn der wichtigste Eisenträger in der Nahrung ist und bleibt nach wie vor das Fleisch.Ab und an eine kleine Kur mit einem pflanzlichen Eisenpräparat kann bei rein vegetarischer Ernährung nicht schaden, denn eine Überversorgung mit Eisen ist kaum möglich, es sei denn es liegen andere Grunderkrankungen vor.Eisen ist eine Spurenelement, dessen zu geringe Konzentration eine große Wirkung auf den menschlichen Körper hat. Deshalb ist es sehr bedeutsam, auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen zu achten, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Mit einer entsprechend ausgewogenen Ernährung dürfte das jedoch für einen ansonsten gesunden Menschen kein Problem sein, auch wenn er sich streng vegetarisch oder vegan ernährt.